Verfahren und Methoden

UNSERE SELBSTVERPFLICHTUNG

Das Qualitäts- und Risikomanagement geht an den Kliniken der HRS grundsätzlich jeden an. Im Rahmen des Konzepts einer lernenden Organisation fördern die Kliniken der HRS die Entwicklung einer Qualitätssicherungskultur durch die Einbeziehung aller Fachkräfte bei den Verfahren zur Problemmeldung, Bewertung der Verfahren und bei der Umsetzung von Korrekturmaßnahmen.

Die Strategie zur Qualitätssicherung und zum Risikomanagement setzt sich in einem mehrjährigen Programm von Maßnahmen für die Qualitätssicherung und das Risikomanagement fort, das sich um mehrere große Themenbereiche herumrankt.

Das nationale Qualitätssicherungsprogramm (IQ)

Die Kliniken des HRS nehmen aktiv an der Umsetzung des nationalen Qualitätssicherungsprogramms teil, das anhand von 4 Modulen zusätzliche Zielsetzungen verfolgt:
 

  • Das Modul Qualitätssicherung / EFQM – Verbesserung der Qualitätssicherungsmaßnahmen nach dem EFQM-Modell.
     
  • Das Modul Patientensicherheit – Erhöhung der Sicherheit des Patienten anhand von Präventionsmaßnahmen gegen Irrtümer bei der Medikamentengabe, Prävention gegen Identifikationsfehler, Prävention gegen nosokomiale Infektionen, Prävention gegen Antibiotika-Resistenzen, Gewährleistung der Kontinuität von Pflegemaßnahmen, Risikoprävention auf Basis der Protokollierung unerwünschter Ereignisse.
     
  • Das Transparenz-Modul – Verbesserung der Transparenz in Bezug auf krankenhausinterne Abläufe.
     
  • Das Effizienz-Modul – Verbesserung der Effizienz zwischen den gegenüber dem Patienten erbrachten Leistungen und den Ressourcen, die zu deren Erbringung notwendig sind.

Im Rahmen dieser nationalen Qualitätssicherungsstrategie, wie auch zwecks Messung von deren Performance durch den Vergleich mit anderen Einrichtungen, stellt das Klinikzentrum der Hôpitaux Robert Schuman den Aufsichtsbehörden jedes Jahr seine Ergebnisse hinsichtlich einer Auswahl von sogenannten « nationalen » Indikatoren zur Verfügung, die sich sowohl auf die Leistungen für Patienten, als auch auf die Organisation, personelle Ressourcen und den Bereich Finanzen beziehen.

Prozessorientierte Strategie

Die HRS haben anhand von Verfahren ein Managementsystem umgesetzt, das sich im steten Streben nach Effizienz kontinuierlich auf den ordnungsgemäßen Ablauf und die Sicherheit der Prozesse konzentriert, die für die Versorgung der Patienten eine Schlüsselfunktion einnehmen. Es zielt damit in kontinuierlicher Weise auf die Verbesserung der Zufriedenheit der Patienten ab, indem es sich der Strategie zur kontinuierlichen Verbesserung des Klinikzentrums durch nachhaltige Vorgehensweisen verschreibt, was ergänzend auch für die Strategie des Risikomanagements gilt.

Jeder dieser Prozesse wird gleichzeitig von einem Arzt und einer Pflegekraft überwacht. Die Kohärenz des Ganzen und die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen gehen auf die regelmäßige und fachgebietsübergreifende Überprüfung dieser Prozesse zurück.

Dieser prozessorientierte Ansatz in Kombination mit einer dynamischen Strategie bezüglich von Veränderungen stellt ein unverzichtbares Werkzeug für eine bessere Organisation ausgehend von einer gemeinsamen Gesamtvision dar.

Interne Audits und externe Evaluationen

Die Evaluation ist ein unverzichtbarer Schritt, um die Effizienz und Wirksamkeit der unternommenen Maßnahmen zu messen. Um daher die Qualität der Versorgung unserer Patienten und der angebotenen Leistungen objektiv zu beurteilen, die Aufrechterhaltung und die Nachverfolgbarkeit guter Leistungen garantieren zu können, haben wir Evaluationstools eingeführt, die die auf Zufriedenheit gerichteten Maßnahmen, die wir bereits auf Ebene der Patienten umgesetzt haben, bzw. auch die Nachverfolgung von Indikatoren ergänzen.

Unsere Institution wird regelmäßig bewertet, sei dies im Rahmen der nationalen Maßnahmen zum EFQM-Modell, bei Zertifizierungs- oder Akkreditierungsmaßnahmen oder auch auf Anforderung (z.B.: Sicherheits-Audits). Diese Audits werden von externen Fachleuten durchgeführt, die in ihrem Fach hohe Anerkennung genießen.

Daneben führen wir abhängig von den Prioritäten der Institution interne Audits zum Risikomanagement durch und es werden regelmäßig Pläne für stetige Verbesserungen bezüglich unserer Leistungen auf allen Ebenen der Organisation erarbeitet.

Wir streben nach Transparenz und arbeiten ergebnisorientiert.

Risikomanagement

Das Risikomanagement, das als strategische Achse der institutionellen Strategie der HRS identifiziert ist, beruht auf einem systemischen Ansatz. Das Grundprinzip des Risikomanagements basiert auf einer hierarchischen Kaskade. Jeder « Manager » ist für das Management der Risiken verantwortlich, die in seinen Tätigkeitsbereich fallen.

Das Risikomanagement der HRS ist auf 2 Dimensionen ausgerichtet: die leitungsbezogene Dimension und die technische Dimension.

Die leitungsbezogene Dimension betrifft:

  • Steuerung des Risikomanagements mit Ausrichtung der Risiken an den strategischen Zielen des Konzerns.
  • Die Rollen und Zuständigkeiten des Organisationsmanagements im Hinblick auf das Management der Risiken hinsichtlich der in den 4 Einrichtungen abgedeckten Tätigkeitsbereiche.
  • Die Maßnahmen der Sicherheitskultur, sowie die Mittel zur Entwicklung dieser Kultur (Schulung, Sensibilisierungsmaßnahmen...).

Die technische Dimension betrifft:

  • Die Verfahren zur vor- und nachgängigen Identifizierung der reellen oder potentiellen Risiken anhand von Risikobewertungstools.
  • Den Umgang mit unerwünschten Ereignissen mit einem System, das es jeder medizinischen Fachkraft erlaubt, ein unerwünschtes Ereignis zu melden, damit es zwecks Erkenntnisgewinn analysiert werden kann.
  • Umsetzung und Nachverfolgung von Maßnahmen in Bezug auf das Management erkannter Risiken.

Parallel zu dieser institutionsbasierten Vorgehensweise und in Übereinstimmung mit den Gesetzen verfügen die HRS über ein Managementsystem für die gesetzlich verankerten Vigilanz-Vorschriften.