Laboratoire de Biologie Moléculaire et Cellulaire du Cancer (LBMCC)

Das LBMCC ist ein privat finanziertes, nicht-gewinnorientiertes Krebsforschungslabor mit Sitz in Luxemburg Stadt. Unsere Lage im Herzen Europas ermöglicht uns die enge Zusammenarbeit mit Universitäten in Frankreich, Deutschland und Belgien. Diese geben uns in Verbindung mit unseren transatlantischen Kooperationsprojekten Gelegenheit zur Einbindung in ein aktives und produktives wissenschaftliches Netzwerk.

Die Forschungsprojekte in unserem Labor werden im Rahmen einer Kofinanzierung von der Vereinigung "Recherches Scientifiques Luxembourg", von der Stiftung "Fondation de Recherche Cancer et Sang" und von „Televie", einer Spendenaktion des belgischen Fernsehsenders RTL-TVI, unterstützt. Wir erhalten außerdem finanzielle Mittel durch das Projekt "Een Haerz fir Kriibskrank Kanner" und vom luxemburgischen Forschungsministerium.

Die Forschungseinrichtung verfügt über 589 m², die sich auf über 15 Räume im Hôpital Kirchberg verteilen, und ist mit allen notwendigen Geräten und Arbeitsplätzen für 25 Biochemiker ausgestattet. Unser Team besteht aktuell aus rund 20 Mitarbeitern und wird in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen.
Das Labor konzentriert sich hauptsächlich auf die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung zu den Zusammenhängen, die zwischen Entzündungen, Krebs und Leukämie bestehen. Dies beinhaltet unter anderem ein besseres Verständnis der molekularen Mechanismen, die hinter der Entwicklung von Resistenzen gegen chemotherapeutische Wirkstoffe stehen, der Mechanismen, die an der Bildung von Entzündungsmarkern beteiligt sind, und die wichtige Suche nach innovativen therapeutischen Ansätzen auf Basis natürlicher Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen. Diese natürlichen Stoffe werden erfasst und ihre Wirkung auf die Mechanismen untersucht.

Eine andere Gruppe beschäftigt sich mit der Differenzierungstherapie. Diesem Ansatz liegt das Konzept zugrunde, dass Krebszellen noch unreifer (d.h. weniger differenziert) sind. Zellen dieser Entwicklungsstufe weisen im Vergleich zu ihren gesunden Gegenstücken normalerweise eine höhere Proliferationsrate auf. Die Differenzierungstherapie zielt daher darauf ab, die Zellen in ein reiferes, weniger proliferatives Differenzierungsstadium zu bringen. Ein solcher Ansatz kann dazu beitragen, das Fortschreiten der Krebserkrankung zu verlangsamen und darüber hinaus Krebszellen empfindlicher für Anti-Krebs-Chemotherapeutika zu machen.

Eine weitere Forschungsgruppe beschäftigt sich mit der epigenetischen Forschung, um die zugrunde liegenden Mechanismen zu erhellen, die an einer frühzeitigen Entdeckung der Krebserkrankung mitwirken können – und möglicherweise neue Biomarker dafür zu finden. Sie untersucht darüber hinaus verschiedene natürliche Stoffe, um zu sehen, welche davon die epigenetischen Modifikationen im Rahmen der Krebsprävention modulieren können, und wie dies gelingt.

Webseite: www.lbmcc.lu